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Energiewende: Neue Generation von Wärmepumpen
Die kleinste Wärmepumpe kommt aus Oberfranken

Fossile Energieträger haben langfristig ausgedient. Ab 2030 will die Bundesregierung Neuinstallationen von Gas- und Ölheizungen in Eigenheimen verbieten. Zukünftig wird die Heizung elektrisch betrieben – bevorzugt mit Wärmepumpen.

System M

Alternativen zu Gas- und Ölheizungen gibt es zur Genüge: Heizungen mit Sonnenkraft, Wärmepumpen oder Holz. Die mit Wärmepumpen betriebenen Anlagen sollen dabei allen anderen elektrischen Heizsystemen überlegen sein.

Anfang Februar 2017 veröffentlichte die Denkfabrik Agora Energiewende die Studie „Wärmewende 2030“. Die Kernaussage lautet: Der Wärmesektor braucht den Ölausstieg. Demnach werden Gasheizungen vorerst noch gebraucht. Ölheizungen sollten dagegen bis 2030 weitestgehend durch Wärmepumpen ersetzt werden. Wissenschaftler der Agora-Studie berechneten zwar, durch welche Heiztechnik die Klimaziele wirtschaftlich erreicht werden könnten. Jedoch bleibt die Frage unbeantwortet, ob die Regierung die Hausbesitzer mit Zwang oder mit Anreizen zum Umrüsten bewegen will.

Heizen mit Strom

Wärmepumpen sind hocheffiziente Wärmesysteme, die elektrisch angetrieben werden. Beim Betreiben mit erneuerbaren Energien heizen sie komplett CO2-frei. Sie bedienen sich der natürlichen Wärme der Erde und der Luft. Ein Kältemittel wird durch den Boden oder ins Freie geleitet. Dieses verdampft zu Gas, sobald es die Wärme der Umgebung aufnimmt. Die Wärmepumpe verdichtet es. Außerdem heizt sie es dabei noch weiter auf. Anschließend nimmt ein Wärmetauscher die Hitze auf. Er gibt sie an das Warmwassersystem und die Heizungsanlage weiter.

In den vergangenen Jahren sind Wärmepumpen immer kleiner, leiser und ansehnlicher geworden. Kürzlich stellte das Unternehmen Glen Dimplex die kleinste Wärmepumpen-Außeneinheit auf dem Markt vor. Diese könne sich architektonisch ans Haus anpassen.

Beim Besuch von Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries beim Unternehmen Glen Dimplex Thermal Solutions in Kulmbach (Oberfranken) Ende Juli 2017 stellte Geschäftsführer Jochen Engelke neue technologische Entwicklungen der Wärmepumpentechnologie vor, speziell das System M.

Im System M ist die hydraulische Anbindung an das Wärmeverteilsystem des Hauses bereits vorkonfiguriert und integriert. Es handelt sich um ein komplettes Heizsystem. Von vornherein werden dadurch Fehler ausgeschlossen, die bei der Installation von Wärmepumpen geschehen und in der Praxis oft zu schlechteren Effizienzwerten führen können.

System M – klein, effizient, leise und intuitiv

Das Heizsystem weist eine Größe von 60 x 50 Zentimetern auf und passt damit in jeden Keller. Mit Maßen von 60 x 50 x 87 Zentimetern ist die Version für den Außenbereich die kleinste Wärmepumpe auf dem Markt. Es ist in neun verschiedenen Verkleidungen verfügbar – von Echtholz über Kupfer bis zu Sichtbeton in allen 1.625 RAL-Farben.

Statt an der Außentemperatur orientiert sich die Regelung an den Temperaturanforderungen der Innenräume. Dadurch kommt es jederzeit zu einem bedarfsorientierten, maximal effizienten Betrieb. Der für die Praxis relevante Schalldruckpegel liegt mit 27 dB(A) auf Flüsterniveau, da die Luftauslässe seitlich statt frontal angebracht sind. 

Die Wärmepumpe nutzt mit einer Jahresarbeitszahl von vier ungefähr vier Mal so viel Energie für das Heizen, wie eingesetzt wird. Das System M lässt sich dank Digitalisierung online überwachen, warten sowie optimieren. Sein minimalistisches Design und die Farb- sowie Materialvarianten machen eine individuelle Anpassung an verschiedene Wohnumfelder möglich.

Wärmepumpen sind die einzigen Heizsysteme, die gleichzeitig kühlen können. Nach Aussagen des Geschäftsführers von Jochen Engelke verfügten beinahe 40 Prozent der Neubauten über eine Wärmepumpe, oftmals kombiniert mit PV auf dem Dach. „Tendenz: stark steigend“, betont Engelke.

 

Bild oben rechts: Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries besucht das Unternehmen Glen Dimplex Thermal Solutions in Kulmbach (Foto: GDTS)

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