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Arbeits- und Gesundheitsschutz
Jeder kann Leben retten

Prüfen, Rufen, Drücken – Vom 16. bis 22. September 2019 ist „Woche der Wiederbelebung“.

Der Herzkreislaufstillstand außerhalb eines Krankenhauses gehört in den Industrieländern zu den häufigsten Todesursachen. So verdeutlichen allein die Zahlen für Deutschland mit 70.000 bis 100.000 Todesfällen pro Jahr, wie wichtig schnelle Wiederbelebungsmaßnahmen durch Laien wären. Eine Reanimation bei Atem- oder Kreislaufstillstand kann jeder durchführen.

Wiederbelebung in drei Schritten

Vom 16. bis 22. September 2019 findet die „Woche der Wiederbelebung“ statt. In dieser Woche soll verstärkt auf die wenigen einfachen, aber lebenswichtigen Maßnahmen zur Herz-Lungen-Wiederbelebung aufmerksam gemacht werden, die jeder ausführen kann, so Dr. med. Christian Hermanns, Notarzt von der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin. „In dieser Woche gehen zum Beispiel Rettungsdienstmitarbeiter in Schulen und bringen den Schülern Herzdruckmassage und Mund-zu-Mund-Beatmung bei. Auch gibt es in vielen Fußgängerzonen Infostände, an denen Notärzte Bürgern anbieten, Ihre Erste-Hilfe-Kenntnisse zur Wiederbelebung aufzufrischen.“

  • Was bedeutet Reanimation? Maßnahmen zur Wiederbelebung bei Atem- und Herz-Kreislaufstillstand.
  • Vorgehen bei einer Reanimation:

    1. Prüfen, ob der Patient reagiert und atmet
    2. Notruf absetzen
    3. Herzdruckmassage und Beatmung durchführen, bis der Rettungsdienst eintrifft oder der Patient wieder selber atmet.

  • In welchen Fällen ist es sinnvoll? Eine Reanimation erfolgt immer dann, wenn lebenswichtige Organe nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden, z. B. bei Herzstillstand oder bei zu geringer Pumpleistung des Herzens.
  • Risiken einer Reanimation: Rippenbrüche und Verletzung innerer Organe (wie Milz) bei der Herzdruckmassage, Luft- und Bluteinstrom zwischen Lungenfell und Rippenfell, (geringe) Ansteckungsgefahr für den Ersthelfer (durch Mund-zu-Mund-Beatmung eines Patienten mit einer Infektionskrankheit).

Der ep möchte die „Woche der Wiederbelebung“ zum Anlass nehmen, daran zu erinnern, dass bei 2 bis 20 anwesenden Beschäftigten mindestens ein qualifizierter Ersthelfer zur Verfügung stehen muss. Bei mehr als 20 Beschäftigten sind im Verwaltungsbereich mindestens 5 % der Mitarbeiter zum Ersthelfer auszubilden, in Produktionsbereichen sind mindestens 10 % der Mitarbeiter auszubilden, so die BG ETEM.

Die Woche der Wiederbelebung ist eine Initiative des Berufsverbandes Deutscher Anästhesisten (BDA) und der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) in Kooperation mit dem German Resuscitation Council (GRC).

Fachartikel zum Thema:

Erste Hilfe – Verbandkasten
Arbeitsschutz-Unterweisung "Erste Hilfe auf Baustellen"

Reanimation in 3 Schritten (Bild: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung [BZgA), Köln)

 

 

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