Anzeige

+++ News +++ VDI-/IW-Ingenieurmonitor
Corona bringt Ingenieurarbeitsmarkt ins Wanken

Die negative Wirkung der allgemeinen konjunkturellen Abkühlung hat sich insbesondere ab April 2020 durch die Corona-Krise auf dem Ingenieurarbeitsmarkt weiter verstärkt.

(Bild: Thomas Ernsting)

Im Vergleich zum Vorjahresquartal ist die Arbeitskräftenachfrage im Ingenieurbereich um 23,7 % gesunken, während die Arbeitslosigkeit sprunghaft um 38,6 % angestiegen ist. Das zeigt der neue Ingenieurmonitor, den das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) im Auftrag des VDI vierteljährlich erstellt.

Insbesondere für jüngere Ingenieur*innen mit auslaufenden Projektverträgen und Berufseinsteiger*innen ist die Situation heikel. In erster Linie versuchen Arbeitgeber vor allem ihr Stammpersonal zu halten und verzichten auf Neueinstellungen.

Von der negativen Entwicklung sind sämtliche Ingenieurberufskategorien und Arbeitsmarktregionen deutlich betroffen. Während die Effekte bei Bauingenieur*innen und Informatiker*innen noch vergleichsweise moderat ausfallen, erfahren insbesondere Maschinen- und Fahrzeugbau- sowie Elektroingenieur*innen gravierende Einschnitte.

Demografische Entwicklung bleibt die langfristige Herausforderung

Neben der konjunkturellen Abkühlung bereits vor der Corona-Pandemie und den Folgen der Corona-Krise wirkt ein dritter Effekt auf den Ingenieurarbeitsmarkt ein: Die demografische Entwicklung weist sowohl zurückgehende Absolventenzahlen in den Ingenieurwissenschaften als auch ein zunehmend altersbedingtes Ausscheiden berufserfahrener Ingenieur*innen auf. „Während die Effekte der konjunkturellen Abkühlung und der Corona-Krise vorübergehender Natur sein dürften, wird spätestens mit ihrem Abklingen die langfristige demografische Herausforderung wieder spürbar werden“, prognostiziert Ingo Rauhut, Arbeitsmarktexperte des VDI.

Beschäftigung in industrienahen Ingenieurberufen steigt kontinuierlich

Der neue Ingenieurmonitor wirft dieses Mal ein Schlaglicht auf die regionale Beschäftigungsintensität industrienaher Ingenieurberufe in Deutschland. Die industrienahe Ingenieurbeschäftigung ist ein guter Indikator für die regionale Innovationskraft, da sie Aussage über die Forschungsintensität und Patentleistung der jeweiligen Region trifft. In den zurückliegenden sieben Jahren ist die Beschäftigungsintensität bundesweit kontinuierlich gestiegen. Auch im Jahr 2020 dürfte dieser Trend anhalten, da sich die Ingenieurbeschäftigung in Krisenzeiten zumindest besser entwickelt als die Gesamtbeschäftigung. Baden-Württemberg und Bayern weisen eine nahezu dreimal höhere Beschäftigungsdichte auf als das Schlusslicht Mecklenburg-Vorpommern.

Der VDI bietet seinen Mitgliedern mit seiner Karriereberatung Hilfe an: Beim Zeugnis- und Bewerbungscheck oder bei allgemeinen Karrierefragen können sich Ingenieur*innen an den VDI wenden.

Der vollständige VDI-/IW-Ingenieurmonitor ist kostenfrei downloadbar.

Kommentare

botMessage_toctoc_comments_926
Anzeige

Nachrichten zum Thema

+++ News +++ Gehälter im Elektrohandwerk Neuer Tarifabschluss gibt Elektrohandwerk Sicherheit

Die Tarifkommission des Fachverbandes Elektro- und Informationstechnik Baden-Württemberg und die IG Metall haben sich am 3. Mai in Stuttgart auf einen neuen Tarifabschluss geeinigt. Dieser sieht ab 1. Juni 2021 eine Erhöhung der Entgelte und der...

Weiter lesen

Erfolgreicher Abschluss einer Branchenpremiere: Unter dem Motto „Das Beste aus allen Welten“ fand die erste virtuelle KOOP von expert und Euronics statt.

Weiter lesen

Das Berliner Startup ToolTime stellt mit dem ToolTime Digitalbonus einen eigenen Fördertopf von 100.000 € für die Digitalisierung des Handwerks bereit. Pro Betrieb sind maximal 2000 € Förderung möglich. Der Digitalbonus stellt die erste...

Weiter lesen

+++ News +++ Messetermin smarter E Europe Restart The smarter E Europe Restart 2021 findet im Oktober statt

The smarter E Europe und die vier parallel stattfindenden Energiefachmessen Intersolar Europe, ees Europe, Power2Drive Europe und EM-Power Europe finden pandemiebedingt vom 21. bis 23. Juli 2021 nicht statt. Stattdessen wird die The smarter E Europe...

Weiter lesen

Die Elektrohandwerke sind bis zum jetzigen Zeitpunkt gut durch die Corona-Krise gekommen. Doch nun bereiten der Branche zwei Entwicklungen Probleme: zunehmende Lieferengpässe in immer mehr Bereichen sowie deutliche Preissteigerungen, die von den...

Weiter lesen
Anzeige