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Elektromobilität
Buszilla, das Elektromonster [Update]

Chinas Riesenbus rollte zum ersten Mal über eine Teststrecke. Das Projekt wird tatsächlich realisiert – und liegt im Zeitplan.

Im Mai 3D-Animation, im August Probefahrt: Den TEB-1 gibt's jetzt in echt (Bild: China Xinhua News)

Im Mai 2016 kündigte das chinesische Unternehmen Transport Explore Bus (TEB) den Bau eines 32 Meter langen elektrisch betriebenen Busses an, der 1.400 Fahrgäste transportieren soll (ep berichtete). Der Clou daran: Die Fahrgäste sollen in 4,60 Meter Höhe über der Straße schweben. Der Pkw-Verkehr gleitet unter dem langsam fahrenden Bus hindurch.

Die Idee des rollenden Elektromonsters klang so verwegen, als hätte Michael Bay eine Skizze aus dem Drehbuch für den Film Transformers in einem chinesischen Hotel verloren, wo das Zimmermädchen den Zettel fand und ihrem Schwippschwager bei ETB schenkte.

Doch Buszilla wird real.

TEB kündigte den Testbetrieb für Sommer 2016 an. Und tatsächlich: Am 2. August fuhr der Prototyp des Elevated Transit Bus (ETB) über eine 300 Meter lange Strecke in Qinhuangdao (Provinz Hebei). 

Probefahrt des TEB-1 auf der abgesperrten Teststrecke (Bild: China Xinhua News) (zum Vergrößern hier klicken)

Der Testbus namens TEB-1 ist 22 Meter lang und bietet Platz für 300 Personen. Er bewegt sich auf 16 elektrisch angetriebenen Rädern und erreicht eine Geschwindigkeit von ca. 50 km/h. 

Sitzprobe der ersten Fahrgäste (Bild: China Xinhua News) (zum Vergrößern hier klicken)

Mit einer Breite von 7,8 Metern überspannt er zwei Fahrspuren. Pkw mit einer Höhe von maximal 2,10 Meter können den Elektrobus unterqueren. Weil es unter dem Bus so dunkel wie in einer Tunnelröhre ist, wird der Unterboden des Elektromonsters beleuchtet.

Zwei mutige Pkw-Fahrer unterqueren den Koloss Bild: China Xinhua News) (zum Vergrößern hier klicken)

Vorerst werden das Anfahr-, Beschleunigungs- und Bremsverhalten getestet. Hersteller TEB rechnet mit einer Entwicklungsdauer von 1,5 Jahren. 2018 soll der Riesenbus serienreif sein – und exportiert werden. Aus Indonesien, Brasilien, Indien und Frankreich gäbe es bereits Anfragen, schreibt die Nachrichtenagentur China Xinhua News.

 

Das Monster wird flügge: Jungfernfahrt in Qinhuangdao (Video: New China TV)

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