Anzeige

+++ News +++ Elektromobilität
Bundeskartellamt: mehr Wettbewerb beim Ladestrom

Das Bundeskartellamt hat einen Bericht zur Ladeinfrastruktur in Deutschland veröffentlicht. Darin mahnt es einen stärkeren Wettbewerb beim Ladestrom für Elektrofahrzeuge an.

Bild: stock.adobe.com/Kara

In der jetzigen Phase des Aufbaus der Infrastruktur müsse man für einen offenen und diskriminierungsfreien Marktzugang sorgen, erklärte Behördenchef Andreas Mundt in einem Zwischenbericht zur Infrastruktur bei Ladesäulen. In dem Papier kritisiert das Kartellamt gleichzeitig die Art und Weise, wie die Bundesregierung ein „Deutschlandnetz“ von Schnellladesäulen fördern will.

Laut Kartellamt zeigen die vorläufigen Ermittlungsergebnisse, dass das Instrument der öffentlichen Ausschreibung von Flächen insbesondere auf kommunaler Ebene bisher zu wenig genutzt wird. Teilweise würden diese Flächen vollständig oder überwiegend an ein und denselben Betreiber vergeben, beispielsweise das kommunale Stadtwerk.

Preisobergrenze in der Kritik

Die Festlegung einer Preisbegrenzung für Ladetarife, wie für das Schnellladenetz vorgesehen, wird vom Bundeskartellamt hingegen kritisiert: "Solche regulierungsähnlichen Vorgaben verzerren den Wettbewerb und könnten bereits existierende oder geplante private Angebote verdrängen und damit einem schnellen Ausbau entgegenstehen", teilte die Behörde mit.

Hohe Preise seien für alle Kunden ein Ärgernis, die bisherigen Ermittlungen des Bundeskartellamtes hätten jedoch keine Belege dafür ergeben, dass die Ladestrompreise in Deutschland systematisch und flächendeckend überhöht sind. Sollte es in Einzelfällen zu missbräuchlich überhöhten Preisen kommen, könnte dagegen mit dem bestehenden kartellrechtlichen Instrumentarium eingeschritten werden. Mit zunehmendem Ausbau der Infrastruktur und des Wettbewerbs auf diesem Markt werden auch die Preise sinken, erwartet die Behörde.

Nutzerfreundlichkeit von Ladesäulen und fehlende Transparenz von Ladetarifen

Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes: „Die Transparenz hinsichtlich der Preise und die Nutzerfreundlichkeit an den Ladesäulen sind verbesserungsfähig“, sagte Mundt. „Neben einem intensiven Wettbewerb könnten hier gezielte ordnungsrechtliche Vorgaben notwendige Verbesserungen bewirken. Die Markt- und Wettbewerbsbedingungen im Bereich der öffentlichen Ladeinfrastruktur sind derzeit aber noch grundlegend andere als bei klassischen Tankstellen. Daher bin ich auch skeptisch, ob die Erweiterung der Markttransparenzstelle für Kraftstoffe auf Ladestromtarife hier zielführend wäre. Das muss man unseres Erachtens zunächst noch genauer untersuchen.“

Kommentare

botMessage_toctoc_comments_926
Anzeige

Nachrichten zum Thema

Der vollelektrische Renault Master Z.E. bekommt 52 kWh Batterien und damit eine größere Reichweite. Der E-Transporter von Renault Trucks ist als Arbeitsgerät für den städtischen Raum geeignet und wird ab Frühjahr 2022 erhältlich sein.

Weiter lesen

Das Unternehmen Remko hat einen Förderwegweiser sowie eine Übersicht mit förderfähigen Modellen veröffentlicht.

Weiter lesen

+++ News +++ Umweltschutz Sinnvoll wachsen

Die Sonepar GmbH hat ihren ersten Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht. Darin sind Initiativen, Projekte und konkrete Maßnahmen im Zeitraum 2019 bis 2020 aufgeführt, mit denen der Elektrogroßhändler das selbstgesteckte Ziel eines...

Weiter lesen

+++ News +++ E-Mobility-Umfrage Schnellladen noch mit Verbesserungspotential

Nach einer ADAC-Umfrage zum Laden an der Langstrecke sind E-Autofahrern der Ausbau der Ladeinfrastruktur und einfachere Abläufe besonders wichtig.

Weiter lesen

Die 800-Volt-Leistungselektronik steigert die Reichweite von Elektrofahrzeugen und ermöglicht Dauerleistungen von bis zu 330 kW und Spitzenleistungen von bis zu 500 kW.

Weiter lesen
Anzeige