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Energieversorgung
Blackout in Berlin – Fehler beim Bohren verursachte Stromausfall [update]

Vor rund zwei Monaten unterbrach ein Stromausfall im Berliner Stadtteil Köpenick in mehr als 30.000 Haushalten, Gewerbeeinheiten und öffentlichen Einrichtungen die Energieversorgung. Die Schuldfrage scheint aus Sicht der Senatsverwaltung nun geklärt zu sein.

Berlin bei Nacht, Stromausfall im Februar 2019

Berlin bei Nacht (Foto: Pixabay)

31 Stunden Dunkelheit und Kälte

Am 19. Februar 2019 hatten um 14:07 Uhr Bohrungen an der Salvador-Allende-Brücke für 31 Stunden die Berliner Ortsteile Köpenick, Müggelheim, Grünau, Bohnsdorf und Teile Lichtenbergs lahm gelegt. Durch die Unterbrechung der Energieversorgungen fielen unter anderem Sendemasten aus, so dass das Mobilfunknetz eingeschränkt war.

Die Blockkraftheizwerke Köpenick und Friedrichshagen gingen infolge des Stromausfalls ebenfalls vom Netz. Anwohner wurden in Betreuungszentren versorgt, die nicht tagsüber in ihren kalten Wohnungen verbleiben wollten. Notrufnummern der Polizei und Feuerwehr waren ebenfalls betroffen. Erst am Abend des 20. Februars 2019 hatten die Berliner wieder Strom.

Gravierende Fehler bei Ausführung der Arbeiten

Bei Bauarbeiten an der Salvador-Allende-Brücke wurden Haupt- und Ersatzkabel beschädigt. Die ausführende Firma kannte die nötigen Unterlagen über den Verlauf der Kabel. Das Unternehmen machte bei der Umsetzung der Arbeiten jedoch gravierende Fehler, wie die Senatsverwaltung dem rbb mitteilte. Demnach bohrte man nicht nach der freigegebenen Ausführung, sondern zu hoch. Man hatte einen Höhenversatz entlang der Höhenachse übersehen.

Schadenersatz müsse der Verursacher leisten, in diesem Fall die Arbeitsgemeinschaft (Arge) ENB Salvador-Allende-Brücke. Zur Regulierung des Schadens soll durch die beteiligten Baufirmen und Versicherungen der Dienstleister REGU24 eingesetzt werden. Die Forderungen müssen an ihn gestellt werden.

Die zuständige Tiefbaufirma handelte grob regelwidrig, sagte Jürgen Schunk vom Stromnetz Berlin kurz nach dem Blackout gegenüber dem Tagesspiegel. "Die Firma hat bei uns keine Trassenauskunft eingeholt", so Schunk damals. Die Unterlagen waren nach neusten Erkenntnissen jedoch vorhanden.

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