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Drahtlose Energieübertragung
Batterie bezieht Energie aus der Luft

Die Cota Forever Battery des amerikanischen Unternehmens Ossia ist die erste AA-Batterie der Welt, die sich kabellos vom anderen Ende des Raumes aufladen lässt.

Stromübertragung wie Internet mit Wi-Fi (Bild: Ossia)

Was Tesla nie gelang

Von der drahtlosen Stromübertragung träumen Ingenieure seit Langem. Der erste Wissenschaftler, der sich intensiv mit der Frage der drahtlosen Energieübertragung beschäftigte, war Nikola Tesla. Anfang des 20. Jahrhunderts errichtete er auf Long Island den Wardenclyffe Tower, um mit Radiowellen Strom durch die Luft zu schicken. Das Projekt wurde nie fertiggestellt, der Geldgeber stieg aus.

Was dem exzentrischen Elektropionier nicht gelang, glückte mehr als 100 Jahre nach Teslas Turmbau amerikanischen Tüftlern. Auf der diesjährigen International Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas, einer der weltweit größten Fachmessen für Unterhaltungselektronik, präsentierte Ossia ihre fertiggestellte Technologie namens Cota. Die Cota Forever Battery gleicht in Form, Größe und Leistung einer herkömmlichen AA-Batterie.

Sie kann sofort in ein batteriebetriebenes Gerät eingesetzt werden. Dadurch wird es mit dem kabellosen Cota-Transmitter kompatibel. Alte Geräte sind dadurch für die neue Technologie zugänglich, ein Akku-Wechsel ist nicht mehr erforderlich.

Einfach, aber genial

Cota-Technologie funktioniert so ähnlich wie Wi-Fi. In der Batterie befindet sich ein Empfänger-Chip, der ein Signal an den Sender übermittelt, der Energie in Form von Radiofrequenzsignalen mit 2,4 Gigahertz an das Empfängergerät zurückschickt. Eine direkte Sichtverbindung zum Sender ist nicht notwendig. Laut Ossia muss es sich nur im selben Raum befinden. Der drahtlose Transmitter Cota Tile ist ein als Deckenfliese verkleideter Sender, der sich nahtlos in den Raum einfügt.

Cota Forever Battery ist nur ein kleiner Teil des Produktangebotes des Unternehmens, das auch verschiedene Transmitter, Empfänger, Smartphone-Hüllen und Power Banks umfasst. Sie alle basieren auf der Cota-Technologie. Seit 2016 hat Ossia seine Transmitter-Produkte kontinuierlich auf die Größe unauffälliger Paneele reduziert, sodass sie sich leicht an der Decke oder einer Wand verstecken lassen.

Cota Forever Battery bald auch in Smartphones?

"Genauso wie Sie einen Wi-Fi-Router zu Hause haben, haben Sie einen Cota-Sender. Sie haben viele Low-Power-Geräte, einer von ihnen könnte die AA-Batterie sein. In ihr befindet sich eine Elektronik, die kommuniziert und Energie von diesem Sender empfängt", sagte Ossia-CEO Mario Obeidat auf der CES.

Die Batterie könne eine Vielzahl von Geräten wie Rauchmelder oder Fernbedienungen problemlos mit Strom versorgen, ergänzte er. Den Empfänger-Chip möchte das Unternehmen daher weiter schrumpfen, damit er in ein Smartphone passt. Das Unternehmen hoffe daher künftig auf Kooperationen mit großen Smartphone-Herstellern.

Einige Jahre dürften aber wohl noch vergehen, bevor die Ossia-Batterien für den Otto Normalverbraucher verfügbar sein werden. Größere Betriebe, Fabriken und Läden gehören zu den Ersten, die in den Genuss dieser neuen Technologie kommen sollen.


Bild Mitte rechts: Der Wardenclyffe Tower in Shoreham, Long Island, New York 1904
Bild unten rechts: Ossia-CEO Mario Obeidat (Foto: Ossia)

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