Anzeige

Arbeitsunfälle von Elektrofachkräften
Mensch vs. Maschine – Technischer K.o. durch Roboter

Unfälle mit Robotern in Betrieben sind sehr selten. Die Arbeitsbereiche von Menschen und Robotern sind strikt voneinander getrennt. Arbeiten Mensch und Maschine im gemeinsamen Arbeitsraum, müssen hohe Sicherheitsanforderungen erfüllt werden.

Technischer K.o. durch Roboter

Ein Arbeiter, der eine automatische Fertigungsmaschine bediente, stoppte diese, nachdem eine Fehlermeldung angezeigt wurde. Er öffnete die Schutztür und beseitigte die Störung. Der Sicherheitskreis war unterbrochen.

Kurze Zeit später setzte sich der Roboter innerhalb der Maschine trotz geöffneter Schutztür unerwartet von selbst in Bewegung. Der Industrieroboter verletzte den Mitarbeiter am Kopf. Prellungen, Schürf-und Schnittwunden trug er davon.

Die Überbrückung von Sicherheitskreisen war die Ursache dieses Unfalls. Bei einer Störung hält die Maschine an, diese Funktion löst aber keinen sicherheitsrelevanten Stopp aus. Während der Inbetriebnahme der Maschine hatte der Mitarbeiter die Sicherungsfunktion überbrückt, um diverse Änderungen an der Maschine durchführen zu können. Nach Fertigstellung der Arbeiten versäumte er es, einen Funktionstest durchzuführen. Dies führte dazu, dass Brücken in einer Klemmleiste verblieben sind.

Zum Unfall kam es, weil der Mitarbeiter die Maschine ohne sorgfältigen Funktionstest in Betrieb nahm und den fehlerhaften Zustand nicht entdeckte. Ein gründlicher Funktionstest aller Sicherungssysteme muss nach jeder Reparatur oder Instandsetzung an Produktionsanlagen oder nach jedem sicherheitsrelevanten Eingriff in die Steuerungstechnik durchgeführt werden. Bei unterbrochenem Sicherheitskreis darf im Automatikbetrieb kein Wiederanlauf möglich sein.

Quelle: bgetem.de

Kommentare

botMessage_toctoc_comments_926
Anzeige

Nachrichten zum Thema

Blitzschutzsystembauteile (LPSC): Die Norm DIN EN IEC 62561-7 2018-10 (VDE 0185-561-7) beschreibt die Anforderungen an Mittel zur Verbesserung der Erdung.

Weiter lesen

Vor einiger Zeit wurden im Elektropraktiker einige Probleme sowohl mit der Begrifflichkeit als auch mit der Berechnung des Spannungsfalls dargestellt [1]. In der Zwischenzeit konnten die Rätsel zum Teil geklärt und mögliche Lösungsansätze gefunden...

Weiter lesen

Aus dem Facharchiv: Leseranfrage Wiederholungsprüfung nach DGUV Vorschrift 3

Sind Wiederholungsprüfungen für ortsveränderliche Geräte notwendig, wenn eine Erstprüfbescheinigung durch eine Geräte-Leasing-Firma vorliegt?

Weiter lesen

Diese Normen enthalten Eigenschaften von anwendungsneutralen Kommunikationskabelanlagen sowie Festlegungen zum tertiären (horizontalen) Teilsystem der Verkabelung.

Weiter lesen

Mit RISK CHECK können Unternehmen und Organisationen die Gefährdungsbeurteilung und ihre Umsetzung ab jetzt einfacher, schneller und rechtssicher durchführen und dokumentieren.

Weiter lesen
Anzeige