Anzeige

+++ News +++ Ladeinfrastruktur
Audi baut Ladeinfrastruktur mit Second-Life-Batterien aus

Durch den Einsatz sogenannter Cubes, die gebrauchte Lithium-Ionen-Batterien als Stromspeicher nutzen, schafft der Standort Neckarsulm 72 zusätzliche Ladepunkte für E-Fahrzeuge. Die Second-Life-Batterien stammen aus zerlegten Erprobungsfahrzeugen von Audi.

Alexander Jakob (r.), Leiter der Werkstrukturplanung Neckarsulm, und Jannik Mastall, Projektverantwortlicher für den Ausbau der Ladeinfrastruktur am Standort vor den neuen Lade-Cubes, Foto: Audi AG

Zwei der Cubes speisen insgesamt 48 Ladepunkte und erweitern im Parkhaus 1 im Südosten des Audi-Werks die Ladekapazitäten für Mitarbeitende und Besucher_innen des Standorts Neckarsulm.

Auf dem Parkplatz an der nordöstlichen Werkgrenze steht ein Cube mit weiteren 24 Ladepunkten. Die Second-Life-Batterien stammen aus zerlegten Erprobungsfahrzeugen von Audi. Die Stromspeicher ersetzen die aufwändige Errichtung einer kostenintensiven Infrastruktur mit Mittelspannungszuleitung und Transformatoren.

Photovoltaikmodule liefern zusätzliche Energie

Als Energiespeicher fungieren in jedem der drei Cubes jeweils 198 ausgediente Batteriemodule mit je 12 Zellen als Energiespeicher. Die Kapazität lässt sich erweitern. In jedem der Cubes ist Raum für 132 weitere Module vorhanden. Zusammen speichern die Containerwürfel am Standort in Neckarsulm eine Energiemenge von 1,58 MWh.

Um die Speichermodule über Nacht aufladen zu können, genügt eine 70-kW-Zuleitung pro Cube. Mitarbeitende und Besucher_innen können diese über Wallboxen mit einer Ladeleistung von jeweils 11 kW für ihre E-Autos nutzen. Eventuelle Bedarfsspitzen federt der Puffer aus den gebrauchten Lithium-Ionen-Batterien ab.

„Aus der relativ geringen Anschlussleistung mit 70 kW gewinnen wir dank der Batterien in den Cubes 300 kW Ladeleistung für die Wallboxen“, erklärt Jannik Mastall, Projektverantwortlicher für den Ausbau der Ladeinfrastruktur am Standort. Das System funktioniert wie eine Regentonne. Die einfließende Anschlussleistung wird konstant in die Energiespeicher geleitet. Zukünftig könnten Photovoltaikmodule zusätzliche grüne Energie für die Cubes liefern.

Kommentare

botMessage_toctoc_comments_926
Anzeige

Nachrichten zum Thema

Die Pfalzsolar GmbH, ein 100%iges Tochterunternehmen der Pfalzwerke-Gruppe, baut als Projektentwickler und Generalunternehmer seine ersten zwei Solarparks in Griechenland.

Weiter lesen

In Kooperation mit dem Betreiber Contipark will Eon zwischen 2023 und 2025 in Deutschland und Österreich mehr als 4.000 neue Ladepunkte in Parkhäusern und Tiefgaragen installieren. Voraussichtlich wird bereits im kommenden Monat der erste Ladepunkt...

Weiter lesen

Die Kommunikationseinheit Charge Control F kann mittels interner Steckverbindungen zur bestehenden Hardware der Ladestation hinzugefügt werden.

Weiter lesen

+++ News +++ The smarter E Europe 2023 Bühne frei für Start-ups und Newcomer

Die energiewirtschaftliche Plattform The smarter E Europe 2023 findet vom 14. bis 16. Juni 2023 in München statt. Eine Bühne ist reserviert für Start-ups und Newcomer der neuen Energiewelt.

Weiter lesen

Das System ChargePost bietet Ultraschnellladen mit bis zu 300 kW Leistung in Verbindung mit Energiespeicherung als dezentrale Plattform.

Weiter lesen
Anzeige