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Normen und Vorschriften
Antriebstechnik

Auch auf dem Gebiet der Antriebstechnik muss für Sicherheit gesorgt werden. Dementsprechende Normen sind dabei unabdingbar.

Antriebstechnik

Symbolfoto (Foto: electriceye/stock.adobe.com)

DIN EN 61800-5-12017-11 (VDE 0160-105-1)

Elektrische Leistungsantriebssysteme mit einstellbarer Drehzahl – Teil 5-1:

Anforderungen an die Sicherheit – Elektrische, thermische und energetische Anforderungen

Der vorliegende Teil von IEC 61800 legt Anforderungen an Leistungsantriebssysteme mit einstellbarer Drehzahl oder ihre Bestandteile unter Berücksichtigung von Überlegungen zur elektrischen, thermischen und energiebezogenen Sicherheit fest.

Er behandelt keine angetriebenen Einrichtungen außer für Anforderungen an Schnittstellen und gilt für elektrische Antriebssysteme mit einstellbarer Drehzahl, die die Energiewandlung, Antriebssteuerung und den Motor oder die Motoren einschließen. Ausgeschlossen sind Bahnantriebe und elektrische Fahrzeugantriebe.

Die Norm gilt für Gleichstrom-Antriebssysteme, die aus Netzwechselspannungen bis zu 1 kV, 50 Hz oder 60 Hz, gespeist werden, sowie für Wechselstrom-Antriebssysteme mit Stromrichtereingangsspannungen bis zu 35 kV, 50 Hz oder 60 Hz, und Ausgangsspannungen bis 35 kV.

Die vorgenommenen Modifizierungen beziehen sich in den Bereichen „Schutz gegen Beanspruchung durch die Umwelt“ und „Prüfbestimmungen“ sowie „Informationen für die Errichtung und Inbetriebnahme“ auf folgende Punkte: Isolierung, Anforderung an das Kurzschlussverhalten, Überlastungs- und Übertemperaturschutz des Motors.

DIN EN 61800-5-22017-11 (VDE 0160-105-2)

Elektrische Leistungsantriebssysteme mit einstellbarer Drehzahl – Teil 5-2:

Anforderungen an die Sicherheit – Funktionale Sicherheit

Dieser Teil der Reihe DIN EN 61800 enthält Anforderungen und Empfehlungen für den Entwurf, die Entwicklung, die Integration und die Validierung von sicherheitsbezogenen Leistungsantriebssystemen. Die Norm gilt für elektrische Leistungsantriebssysteme mit einstellbarer Drehzahl gemäß den anderen Teilen der Reihe.

Dieser Teil von IEC 61800 legt sicherheitsbezogene Betrachtungen für PDS(SR) im Rahmen der Norm IEC 61508 dar und führt Anforderungen an PDS(SR) als Teilsysteme eines sicherheitsbezogenen Systems ein. Damit wird die Umsetzung der elektrischen/elektronischen/programmierbaren elektronischen (E/E/PE) Teile eines PDS(SR) unter Berücksichtigung der sicherheitsbezogenen Leistungsfähigkeit der Sicherheitsteilfunktion(en) eines PDS ermöglicht.

Hersteller und Lieferanten von PDS(SR) können Anwendern (Systemintegrator, Erstausrüster) durch die Umsetzung der normativen Festlegungen dieses Teils von IEC 61800 die Leistungsfähigkeit zur Funktionalen Sicherheit ihrer Betriebsmittel nachweisen. Dies ermöglicht die Einbindung eines PDS(SR) in ein sicherheitsbezogenes Steuerungssystem unter Anwendung der Grundsätze von IEC 61508 und möglicherweise seine Implementierung in spezifischen Bereichen (z. B. IEC 61511, IEC 61513, IEC 62061 oder ISO 13849).

Durch Anwendung der Anforderungen aus dieser Norm werden alle entsprechenden Anforderungen von IEC 61508 erfüllt, die für ein PDS (SR) gefordert werden.

Dieser Teil von IEC 61800 gilt nur für PDS (SR), die Sicherheitsteilfunktionen nicht größer als SIL 3 ausführen.

Der Artikel ist in unserem Facharchiv nachzulesen.

 

 

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