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Spitzen-Technologie
ABB liefert Antrieb für neue Zugspitzen-Seilbahn

Die über 50 Jahre alte Eibseebahn der Zugspitze hat ausgedient und wurde durch ein starkes Zwei-Motoren-Konzept von ABB abgelöst.

ABB liefert Antrieb für neue Zugspitzen-Seilbahn (Bild: Bayerische Zugspitzbahn Bergbahn AG/fendstudios.com)

Deutschland höchster Berg hat eine neue Seilbahn. Nach drei Jahren Planung und weiteren drei Jahren Bauzeit ist ein modernes Stück Ingenieurskunst entstanden, dass den Besuchern der Zugspitze nicht nur die früheren zum Teil langen Wartezeiten erspart, sondern auch eine ordentliche Portion Komfort verspricht. Sie befördert rund 580 Passagiere pro Stunde und damit fast dreimal mehr als ihre Vorgängerin.

Eine Seilbahn, drei Rekorde

Mit dem Bau der neuen Seilbahn wurden gleich drei Weltrekorde aufgestellt. Sie verfügt mit 127 Metern über die höchste Stahlstütze und überwindet  einen  Gesamthöhenunterschied von 1.950 Metern. Da sie auf dem Weg zum Gipfel von nur einer tragenden Stütze gehalten wird, besitzt sie mit 3.213 Metern das längste freie Spannungsfeld der Welt.

Sicherheit und Zuverlässigkeit an erster Stelle

Um diese Rekordleistungen zu meistern, setzt die Bayerische Zugspitz Bergbahn AG auf die innovative Technik von ABB. Der Spezialist verfügt über eine mehr als 100-jährige Erfahrung mit alpinen Transportlösungen und liefert mit dem Antrieb für die Seilbahn ein echtes Meisterstück. Die neue Bahn muss an 365 Tagen im Jahr bei Wind und Wetter reibungslos fahren und darf ihren Betrieb auch nicht für etwaige Wartungsarbeiten unterbrechen. Hier ist jederzeit ein perfektes Zusammenspiel von Motoren, Frequenzumrichtern und Mechanik die Voraussetzung, um einen komfortablen und vor allem sicheren Transport für die Passagiere zu gewährleisten.

Modernste Antriebstechnik von ABB

In der Talstation sorgen zwei 900-kW-Drehstrommotoren von ABB dafür, dass die Gondeln mit einer Geschwindigkeit von 10,6 Metern pro Sekunde sicher über die lange und steile Strecke gleiten. Dabei werden teilweise Neigungen von bis zu 104 Prozent überwunden.

Ueli Spinner, Leiter Verkauf Großkunden und Service bei ABB AG Schweiz, nannte noch weitere Herausforderungen: „Heute geht es bei Bergbahnen vor allem darum, die Technik in Sachen Energieeffizienz weiterzuentwickeln. Aber auch bei Beratung, Wartung und Service sind wir gefragter Partner von Seilbahnbetrieben. Wir sind rund um die Uhr verfügbar und in Notfällen schnell an Ort und Stelle“.

Für Notfälle bestens gerüstet

Eine fast zwei Megawatt starke Netz-Ersatz-Anlage von ABB sorgt zum Beispiel dafür, dass auch bei einem Netzausfall die Bahn ohne Einschränkungen weiter in Betrieb bleiben kann. So ist man mit ABB auch bei Notfällen bestens vorbereitet.
Die Firma ABB hat bereits bei vielen anderen Höhen-Projekten überzeugt. Als bekanntestes Beispiel gilt der Antrieb für die Schweizer Jungfraubahn. Auch bei der Schweizer Stoos-Bahn im Muotatal, der mit einer Neigung von bis zu 110 Prozent steilsten Standseilbahn der Welt, sorgt innovative Technologie von ABB für einen sicheren Antrieb.

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