Interview zur Fachpressearbeit in der Elektrotechnik

Unabhängig, kompetent und geerdet – diese Einstellung hat den ep Elektropraktiker zur meistabonnierten Elektro-Fachzeitschrift gemacht.

Wir stehen für eine klare Trennung von redaktionellen und werblichen Inhalten, damit sichern wir unseren Lesern eine spannende Lektüre und unseren Inserenten eine wirklich relevante Plattform.

Oft werden wir gefragt, ob wir auch Beiträge von Unternehmen veröffentlichen - na klar, aber das entscheidet die Redaktion unserer Fachzeitschrift. Dort liegt die Themenauswahl und die Beurteilung eines Beitrages. Wir haben mal einen erfahrenen Profi gefragt, wie der Weg einer Unternehmensinformation in die Fachpresse ist.

Es gibt Profis, Semi-Profis und Novizen im Fachpressebereich. Um Semi-Profis und Novizen Hilfestellung zu geben, führten wir ein Interview mit Dr. rer. nat. Monika A.I. Schumacher, INTEGRAL Dr. Schumacher, zum Thema Fachpressearbeit in der Elektrotechnik. Die Expertin verfügt über langjährige Erfahrung und ist Inhaberin einer Agentur für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Sie hat sich auf Technikkommunikation (B2B) sowie Wissens- und Entscheidungsmanagement spezialisiert.

ep: Häufig werden wir gefragt „wie komme ich mit meinem Unternehmen und meinen Produkten in Fachzeitschriften, einschließlich ihrer Online-Plattformen“?

Dr. Schumacher: Jetzt könnte jede Redaktion antworten – mit guten, also relevanten Nachrichten. Und der Anzeigenleiter sagt – mit einer Anzeige. Aber das wäre etwas platt. Fachpressearbeit im B2B-Geschäft ist kontinuierliche Arbeit und sollte nicht ad hoc erfolgen. In ein Fachmagazin kommt ein Unternehmen - grob und vorrangig unterteilt - mit Pressemitteilungen, die breit streuen, und Fachbeiträgen, die sich gezielt an ein Fachpublikum in einem Magazin wenden.

ep: Relevanz nannten Sie als Stichwort…

Dr. Schumacher: …genau, es reicht nicht hin, „irgendetwas“ zu streuen oder gezielt unterzubringen. Das „druckt“ keiner ab bzw. kaum eine Redaktion wird das aufgreifen. Eine Nachricht muss relevant sein, ein Produkt sollte neu sein oder einen Neuigkeitswert aufweisen, bestenfalls innovativ sein.

Wenn eine Redaktion lediglich nach Gefallen publiziert, büßt sie beim Leser schnell ein. Schließlich geht es bei der Fachpressearbeit um eine indirekte Kommunikation mit dem Leser: Ein Unternehmen reicht seine „News“ bei Reaktionen ein, dort werden sie redigiert, aufbereitet und publiziert. Zuvor filtert und gewichtet eine Redaktion – je nach Zielgruppe(n) und Themenspektrum – dies deckt wesentliche Elemente ihrer Tätigkeit ab.

Eine Redaktion berücksichtigt also ihre Leser, im Fachpressebereich sind das fachlich versierte Leser. Leser wiederum schätzen die fachliche Qualität der Nachrichten oder Beiträge – oder eben nicht.

 

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