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Elektrotechnik | Elektrosicherheit | Schutzmaßnahmen

Regelwerk der DB versus VDE-Bestimmungen

ep2/2020, 3 Seiten

Bei der Wartung einer Bahnsteigbeleuchtung haben wir festgestellt, dass aus der Verteilung ein Kabel NYY-O, abgesichert durch eine Fehlerstrom-Schutzeinrichtung (RCD), auf eine Abzweigdose geführt wurde. Von dieser Abzweigdose aus werden mit einem Kabel NYY-J mehrere SKII-Leuchten angeschlossen. Für mich stellt sich nun die Frage, nach welcher Norm ich mich richten muss, da sich die Aussagen zum Mitführen des Schutzleiters in der Ril 954.0107 der Deutschen Bahn von den aktuellen VDE-Bestimmungen unterscheiden?


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Fazit. Für eine genaue Betrachtung wäre das Errichtungsjahr der elektrischen Anlage von Bedeutung. Außerdem müsste geklärt werden, ob die Regelwerke der Bahn Vorrang haben.

Wichtig ist aber, dass ein mitgeführter Schutzleiter zwar in die Betriebsmittel der Schutzklasse II eingeführt werden darf/muss, aber dieser Schutzleiter darf nicht an innere leitfähige Teile angeschlossen werden. Ein solcher Schutzleiter muss entsprechend isoliert gegen innere leitfähige Teile angeordnet werden, z. B. durch Anschluss auf eine isoliert angeordnete Klemme.


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Quellen

DIN VDE 0100-410 (VDE 0100-410):2007-06 (zurückgezogen) Errichten von Niederspannungsanlagen – Teil 4-41: Schutzmaßnahmen – Schutz gegen elektrischen Schlag.

DIN VDE 0100-410 (VDE 0100-410):2018-10 Errichten von Niederspannungsanlagen – Teil 4-41: Schutzmaßnahmen – Schutz gegen elektrischen Schlag.


Autor
  • W. Hörmann
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