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Elektrosicherheit | Arbeits- und Gesundheitsschutz | Schutzmaßnahmen

Gefährliche elektrostatische Entladungen für Menschen

Nachgefragt bei Anja Aumann und Falk Florschütz zu dieser unmittelbaren Gefährdung
ep4/2017, 1 Seite

Obwohl elektrostatische Entladungen (ESD) in der Arbeitswelt ein erhebliches Risiko darstellen, werden sie selten als unmittelbare Gefährdung wahrgenommen. Hierzu sprach der ep mit den Experten Anja Aumann und Falk Florschütz, deren Fachbeitrag auf den Seiten 304 bis 309 helfen soll, sowohl die Gefährdungsbeurteilung als auch die zugehörigen Schutzmaßnahmen praktikabel umzusetzen.


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Frau Aumann, Herr Florschütz, weder in der elektrotechnischen Ausbildung noch in der beruflichen Praxis im Handwerk wird die Personengefährdung durch elektrostatische Entladungen (ESD) besonders thematisiert. Ist das eine subjektive Wahrnehmung?

F. Florschütz: Nein, Ihre Wahrnehmung ist nicht subjektiv. Da die Messbarkeit und Reproduzierbarkeit von elektrostatischen Aufladungen nicht einfach in der Praxis herbeizuführen sind und somit die Ursache nicht immer unvermittelt erklärbar ist, wird dieser Gefährdungsbereich selten thematisiert.

A. Aumann: Häufig werden elektrostatische Entladungen nicht als unmittelbare Gefährdung wahrgenommen, da dieses Phänomen auch aus dem Alltag bekannt ist.

Das wiederholte Auftreten von derartigen Unfällen und das Schadensausmaß im beruflichen Umfeld zeigen, dass die allgegenwärtige Verharmlosung der elektrostatischen Entladung als Personengefährdung aus Sicht der Arbeitssicherheit nicht akzeptabel ist.

Kommt es durch ESD zu einem Unfall, welche typischen Verletzungen erleiden die Verunfallten?

A. Aumann: Bei Ladungspotentialen oberhalb 1 kV kommt es zu Funkenüberschlägen, die für den Menschen ab etwa 2 kV bzw. bei 
0,5 mJ spürbar werden.


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