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Elektrotechnik | Installationstechnik | Schränke und Verteiler

Beschriftung in Schaltschränken

ep6/2020, 2 Seiten

?Gibt es eine Norm, in der beschrieben wird, wie und wie oft Bauteile in einem Schaltschrank beschriftet werden müssen? Genügt eine Beschriftung direkt am Gerät oder muss zwingend eine weitere Kennzeichnung auf der Grundplatte des Schaltschrankes vorgenommen werden? Muss an den Einzeladern der ankommenden externen Kabel und Leitungen gekennzeichnet sein, welcher Klemme sie zugehören? Im Schaltplan ist ja dokumentiert, welche Ader auf welche Klemme aufgelegt wird.


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Da bei solchen Niederspannungs-Schaltgerätekombinationen üblicherweise keine zusätzlichen Zwischenabdeckungen an den Betriebsmitteln vorgesehen werden, erfolgt meist die Kennzeichnung direkt mit „Klebeschildern“ auf den Geräten/Betriebsmitteln. In vielen Fällen wird hierfür, von den Herstellern der Betriebsmittel, ein entsprechendes Beschriftungsfeld auf den Geräten vorgesehen.

Um den eventuellen Austausch von defekten Betriebsmitteln zu erleichtern, wird meist neben (sofern ausreichend Platz vorhanden ist) oder unter den Betriebsmitteln ein zusätzliches Kennzeichnungsschild angebracht. Eine normative Vorgabe hierfür gibt es aber nicht. Eine zusätzliche Betriebsmittelkennzeichnung neben den Betriebsmitteln wird sich wegen der sehr beengten Anordnung der Betriebsmittel in den meisten Fällen aber ausschließen.

Bei Betriebsmitteln, die auf Türen befestigt sind, wird in den meisten Fällen eine Kennzeichnung neben den eingebauten Betriebsmitteln auf der Türinnenseite vorgesehen.

Kennzeichnung bei Schaltschränken für Maschinen. (Betriebsmittelkennzeichnung bzw. Referenzkennzeichen bei Schaltschränken für die elektrische Ausrüstung von elektrischen Maschinen nach DIN EN 60204-1 (VDE 0113-1) [4]) Im Abschnitt 16.5 von DIN EN 60204-1 (VDE 0113-1) [4] ist hierzu folgendes festgelegt: „Alle Gehäuse, Baugruppen, Steuergeräte und Komponenten müssen eindeutig mit demselben Referenzkennzeichen, wie in der technischen Dokumentation dargestellt, identifizierbar sein.“

Auch hier gilt die oben beschriebene Vorgehensweise, z. B., dass, für einen eventuellen Austausch von defekten Betriebsmitteln, meist unter den Betriebsmitteln, ein zusätzliches Kennzeichnungsschild angebracht wird. Eine normative Vorgabe hierfür gibt es aber auch in dieser Norm nicht. Eine zusätzliche Betriebsmittelkennzeichnung neben den Betriebsmitteln wird sich auch hier aus Platzgründen in den meisten Fällen ausschließen.


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Quellen

DIN EN 60670-24 (VDE 0606-24):2014-03 Dosen und Gehäuse für Installationsgeräte für Haushalt und ähnliche ortsfeste elektrische Installationen – Teil 24: Besondere Anforderungen für Gehäuse zur Aufnahme von Schutzgeräten und ähnlichen energieverbrauchenden Geräten.

DIN VDE 0603-1 (VDE 0603-1):1991-10 (zurückgezogen) Installationskleinverteiler und Zählerplätze AC 400 V – Installationskleinverteiler und Zählerplätze.

VDE-AR-N 4100 Anwendungsregel:2019-04 Technische Regeln für den Anschluss von Kundenanlagen an das Niederspannungsnetz und deren Betrieb (TAR Niederspannung).

DIN EN 60204-1 (VDE 0113-1):2019-06 Sicherheit von Maschinen – Elektrische Ausrüstung von Maschinen – Teil 1: Allgemeine Anforderungen.

DIN VDE 0100-510 (VDE 0100-510):2014-10 Errichten von Niederspannungsanlagen – Teil 5-51: Auswahl und Errichtung elektrischer Betriebsmittel – Allgemeine Bestimmungen.

DIN EN 61439-1 (VDE 0660-600-1):2012-06 Niederspannungs-Schaltgerätekombinationen – Teil 1: Allgemeine Festlegungen.

DIN VDE 0603-1 (VDE 0603-1):2017-06 Zählerplätze – Teil 1: Allgemeine Anforderungen.


Autor
  • W. Hörmann
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